Dialogische Pretiose aus einem kürzlich stattgefundenen Gespräch.
Ich: Mein Weg in die Kirche war halt nicht der normale. Ich habe mich mit 20 taufen lassen. Rein gefunden habe ich über die Thomasmesse (eine alternative, lebendige Gottesdienstform) und später die ESG (evangelische Studentengemeinde).
Eine Oberkirchenrätin: Dagegen ist ja auch gar nichts zu sagen. Aber später muss man als Pfarrerin dann halt Feuer fangen für die Normalität.
Feuer fangen für die Normalität.
Eine Formulierung, die nachdenklich macht.
Liebe Mitchristen.
Im vergangenen Jahr fingen 450000 evangelische und 250000 katholische Christen Feuer für die Normalität.
Jesus sagte einst: „Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu werfen. Wie wollte ich, dass es schon brennte!“
Vielleicht meinte er ja so ein kleines kuscheliges volkskirchliches Feuerchen. Das nicht weh tut, wenn man rein fasst. Und auch nicht zu hell brennt und damit vielleicht jemanden verstört.
Mehr so ein LED-Kerzenflämmchen. An dem man sich nicht die Finger verbrennen kann.
Weiß man es?
