Nun ist es geschehen. Ich habe mich endgültig von Meta (Facebook, Instagram, Threads) verabschiedet. Das einzige von Meta, was auch meinem Smartphone noch läuft, ist Whatsapp. Denn hier werde ich meine Kontakte wohl schwerlich zum Umzug nach Signal oder Threema bewegen können. Beides nutze ich aber parallel zu Whatsapp.
Ich habe meine Trennung von Insta und Facebook wirklich als eine Art Befreiungsschlag erlebt. Es ist ja eine Abwägungssache. Manche meinen, man müsse dort sein, wo die Menschen sind – die sind hauptsächlich bei den Giganten von Zuckerberg und Musk. Man habe dort mehr Reichweite. Ich hatte in den letzten Wochen eher den Eindruck, dass ich vor lauter Werbung meine Timeline nicht mehr finde und dass der Algorithmus dieser Plattformen nicht so ausgelegt ist, dass man sie weiter guten Gewissens „soziale Medien“ nennen und bedenkenlos nutzen sollte.
Dafür intensivieren sich meine Kontakte auf Mastodon (und seit neuestem Friendica). Und ja, ich habe sogar vereinzelt Fans meiner geliebten Filme der 60er und 70er Jahre gefunden. Siehe letzter Beitrag zum Thema. Manchmal muss man sich einfach trauen, konsequent neue Schritte zu wagen.
Und ich möchte euch, die ihr das lest, herzlich einladen, das auch zu versuchen. Es ist keine Hexerei, sich ein Profil im Fediverse zuzulegen, und ihr werdet staunen, wer von euren früheren Social Media Kontakten auch schon dort ist.
Also nur Mut. Informiert euch, was das „Fediverse“ kann, macht euch schlau über die verschiedenen Plattformen (Mastodon, Friendica, Pixelfed, Peertube und wie sie alle heißen).
Vielleicht beruhigt es euch, nebenher eure gewohnten Konten auf Insta oder Facebook zu behalten – bei mir kam irgendwann der Punkt, an dem ich nicht mehr zweigleisig fahren wollte, und ab da war es dann wirklich ein befreiendes Gefühl, vom Zuckerhirn weg gekommen zu sein.
Überhaupt hat Mastodon einfach den schöneren Merch.
Weitere Fragen zum Wechsel beantworte ich gern.
Ach ja, die Überschrift bezieht sich auf ein Kapitel im neuesten (Hör)Buch von Marc-Uwe Kling, „Die Känguruh-Rebellion“. DUT – Digitaler Unabhängigkeitstag.


