Bekenntnisse einer Unsportlichen

Ich bin unsportlich. Ich war es schon immer. Wie wird man unsportlich? Indem man zu dick ist, um Sport zu treiben? Mitnichten. Ich war als Kind und lange Zeit als Erwachsene durchaus nicht dick, sondern im Bereich des Normal-, bzw. sogar Idealgewichts. Unsportlich war ich trotzdem. Und die Art, wie in der Schule Sport unterrichtet … Weiterlesen Bekenntnisse einer Unsportlichen

Wiederbegegnung mit Franziskus

Seit einigen Wochen meldet sich mit Macht jemand zurück, an den ich lange nicht gedacht habe: Der Heilige Franziskus von Assisi. Vor über 20 Jahren waren es Gebete und Texte des Franziskus, die mich tief berührt haben beim Hineinfinden in den christlichen Glauben. Im Studium habe ich mindestens zwei Seminare über Franziskus und die Armutsbewegung … Weiterlesen Wiederbegegnung mit Franziskus

Zynismus oder warum ich 2017 keine der bislang regierenden Parteien wählen werde

Seit gestern ist bei mir in der Frage, wen oder was ich denn um Himmels Willen im September bei der Bundestagswahl wählen soll, ein Schalter umgelegt und eine Weiche gestellt. Eine der beiden großen "Volksparteien" wird es jedenfalls nicht sein. (Wobei für mich als in Bayern Lebende erschwerend hinzukommt, dass ich die CDU ja eh … Weiterlesen Zynismus oder warum ich 2017 keine der bislang regierenden Parteien wählen werde

Stille Wasser sind tief – Über Introversion und wie man damit trotzdem erfolgreich sein kann

Vortrag an der Volkshochschule Coburg, den ich dort übermorgen morgen so oder so ähnlich halten werde. Liebe Zuhörer, ich nehme an, jeder von Ihnen hat einen Grund, warum er oder sie heute Abend hier ist. In einer Welt, in der jeder versucht, sich möglichst gut zu verkaufen, haben es Menschen schwer, die nicht gerne -          … Weiterlesen Stille Wasser sind tief – Über Introversion und wie man damit trotzdem erfolgreich sein kann

Prägungen, die sich melden (Tagebuch)

Schon vor längerer Zeit hörte ich folgende kleine Anekdote: Ein bekennender Atheist im Gespräch mit einem katholischen Priester. Der Atheist im Brustton der Überzeugung: "Ich bin vor vielen Jahren aus der Kirche ausgetreten, und das ist auch gut so!" - Der Priester: "Das mag sein, aber die Kirche ist nicht aus Ihnen ausgetreten." Nun bin … Weiterlesen Prägungen, die sich melden (Tagebuch)

Luthergedöns zum Reformationsjubiläum

2017 steht in den evangelischen Kirchen ganz im Zeichen des 500jährigen Jubiläums der Reformation, genauer gesagt: Deren Startschuss am 31. Oktober 1517, der Tag, an dem (zumindest sagt das die lutherische Legendenbildung) Martin Luther seine 95 Thesen an der Tür der Schlosskirche zu Wittenberg anschlug. Nun will ich die Bedeutung dieses historischen Datums in keinster … Weiterlesen Luthergedöns zum Reformationsjubiläum

Tagebuch 14.3.2017

Zur Abwechslung mal wieder ein wenig Tagebuch. Denn als solches begann dieser Blog ja einst. Was tut sich? Mit meinem neuen Job als Betreuungskraft bin ich zurzeit sehr zufrieden, auch wenn ich damit mit Sicherheit nicht reich werde. Zum Glück bin ich ein Mensch, der sich einigermaßen gut von "Materiellem" lösen kann, sonst würde mir … Weiterlesen Tagebuch 14.3.2017

Betreuungskraft Demenz und neuer „Job“

Seit letzter Woche bin ich offiziell "Betreuungskraft für Demenzkranke". Und habe ab kommender Woche dank einer Verkettung glücklicher Zufälle auch einen Job mit 20 Wochenstunden. Damit nun ein festes Standbein neben meiner freiberuflichen Tätigkeit und erstmal einige Sorgen weniger. Ich werde berichten, wie es läuft.

Wie wollen wir sterben?

Die Notaufnahmeschwester sieht viele meiner „Kunden“ vor deren Ableben und ich kann aus vielen Trauergesprächen leider nur bestätigen: Wir reden mit unseren Liebsten zu wenig über Fragen von Tod und Sterben. Klar, es ist ja auch ein schwieriges Thema. Aber noch schwieriger ist es doch, wenn man sich mit der Situation eines sterbenden Angehörigen konfrontiert sieht und keine Ahnung hat, was er oder sie in dieser Situation gewollt hätte! Reanimation oder nicht? Künstliche Ernährung oder einfach Sterbenkönnen? Organspende, ja oder nein? Die Autorin appelliert an Sie, mich und uns alle: Redet drüber! Und macht eine Patientenverfügung! Denn Sterben ist anstrengend genug.

Avatar von Ingeborg Wollschlägernotaufnahmeschwester

Es vergeht kaum ein Dienst, in dem nicht ein (seit langem) krachkranker, sterbender Mensch in die Notaufnahme gebracht wird. Hohes Fieber, schlechte Atmung, langjährige und gravierende Vorerkrankungen, Wundgeschwüre – die Liste lässt sich nach Belieben fortsetzen.

Bei einem Patienten mit knapp 4o° Fieber, Parkinson und Demenz sowie einer fulminanten Lungenentzündung, war die Ehefrau mit dabei. Er hatte eine PEG und einen Blasendauerkatheter. Es roch von der Türe aus nach Harnwegsinfektion. Sie pflegte ihn zuhause. Bestimmt sehr liebevoll – das merkte man daran, wie sie mit ihm sprach.

„Wie soll es weiter gehen?“, fragte der Arzt? „Haben sie das früher einmal darüber besprochen?“

„Nein. Darüber haben wir nie geredet!“

Komm, o Tod, du Schlafes Bruder,
Komm und führe mich nur fort;
Löse meines Schiffleins Ruder,
Bringe mich an sichern Port!

Freunde: Wir müssen reden. Über das Sterben und den Tod, der uns alle betreffen wird. Wie wollen wir sterben?

75 Prozent…

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