Sonderausgabe der Tagesschau. Nun warnt Frankreich vor "möglichen" weiteren Anschlägen in "anderen" europäischen Ländern. Ja, alles ist "möglich". Mit solchen Ansagen wird aber genau das erreicht, was IS und andere wollen: Verunsicherung, kopflose Reaktionen, eine Spaltung der Gesellschaft. IS und Gleichgesinnte versuchen, uns ihre Regeln aufzuzwingen. Die fühlen sich durch etwaige Bombenangriffe auch nicht bedroht, sondern … Weiterlesen Widersteht!
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Warum ich keine Lust mehr auf die Theodizee-Frage habe
Immer, wenn so schreckliche Dinge wie die Anschläge in Paris geschehen, wahlweise auch Tsunamis, schwere Krankheiten, Todesfälle oder andere (persönliche) Katastrophen bekomme ich die Frage gestellt: Warum lässt dein Gott das zu? Warum ich keine Lust mehr habe, auf diese Frage zu antworten: Zum einen, weil sie meistens von Leuten kommt, die sowieso für sich … Weiterlesen Warum ich keine Lust mehr auf die Theodizee-Frage habe
Paris
Keine profunde Analyse. Nur ein paar lose Gedanken. Ich will auf mein Herz und meine Gedanken achten. Ereignisse wie diese tendieren dazu, Hass und Rachegelüste hervorzurufen, was allzu menschlich ist. Aber damit räume ich den Terroristen so etwas wie Macht über meine Gedanken ein. Das ist nicht gut. Wenn man eh nicht helfen kann, ist … Weiterlesen Paris
Schlüssel – und Start!
Es geht voran. Ich habe seit gestern einen Schlüssel für meinen künftigen Praxisraum (der Teil einer Wohnung ist, die ich mit einigen Mitstreiterinnen als Gemeinschaftspraxis nutze). Momentan wird noch renoviert. Gestern standen wir etwas fassungslos in der Küche. Der Trockenbauer hat aus Gründen einer Logik, die uns nicht einleuchten will, sämtliche Anschlüsse (Herd, Spüle, Elektrik) … Weiterlesen Schlüssel – und Start!
Meanwhile in der EKD…
Während ich nach Ausstieg aus dem Pfarrberuf und Kündigung meines "Dienstverhältnisses auf Lebenszeit" versuche, im Neuen Fuß zu fassen, dreht die kirchliche Welt sich weiter und heute habe ich mal ein bisschen in Richtung meiner ehemaligen kirchlichen "Heimat" geschielt. Die Synode der EKD tagt. Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm, der Häuptling aller deutschen Evangelen und bayerischer Landesbischof, … Weiterlesen Meanwhile in der EKD…
Martins Spiel
St. Martin und Tadääh, Tadäääh, Tadäääh. Ich habe ja schon immer gefunden, dass das irgendwie nicht zusammenpasst. Aber dieser Blogpost hat mich überzeugt. Es passt doch. Irgendwie. (Nicht.)
Lumen vitae
Es ist ein Uhr nachts. Vor zwei Stunden dachte ich: Noch mal kurz auf meine Homepage schaun und vielleicht ein kleines Bisschen was dran machen. Dann fiel ich in ein Zeitloch. Und schwupp waren zwei Stunden vorbei. Und die Moral: Was Nachtmenschen können (nämlich nach 23 Uhr konzentriert arbeiten), können halt nur Nachtmenschen. In dem … Weiterlesen Lumen vitae
Gedenken an die Novemberpogrome in Coburg
Eben komme ich von einer Gedenkveranstaltung für die Opfer der Novemberpogrome in Coburg. Teilnehmerzahl: Geschätzt 200. Wir begannen vor dem Rathaus (das Coburger Rathaus war das erste Rathaus in Deutschland, auf dem die Hakenkreuzfahne wehte). Dann zogen wir nacheinander zu zwei Coburger Gymnasien. Vor dem Casimirianum las ein Schüler der 11. Klasse den Text eines … Weiterlesen Gedenken an die Novemberpogrome in Coburg
Komm, wir gründen einen Orden…
...oder eine Kommunität, oder eine Gemeinschaft (begrifflich will ich mich da nicht festlegen). Was ich aber - siehe Eintrag von gestern - wirklich schätzen würde, wäre eine Art geistliches Netzwerk von Menschen, die versuchen Jesus nachzufolgen, aber in "fertigen" Gemeinden/Kirchen immer irgendwie nicht so ganz heimisch werden. Nicht als Ersatz für Gemeinden oder Institutionen, sondern als … Weiterlesen Komm, wir gründen einen Orden…
Unge(b)ahnte Wege gehen
Noch jemand, der geistlich auf eher ungeraden Pfaden dahinstolpert. Bei mir setzt sich die Erkenntnis durch: Egal, in welcher Konfession ich meinen Glauben versuche zu leben, echte Heimat wird mir vermutlich keine Kirche jemals werden. Ich dachte immer, meine unkirchliche Sozialisation wäre sozusagen „überwunden“. Aber je älter ich werde merke ich: Ich habe einfach in keiner kirchlichen Institution wirklich tiefe Wurzeln schlagen können. Ich stehe immer irgendwo dazwischen. Aufgewachsen bin ich unkirchlich. Mein erster „kirchlicher“ Kontakt war römisch-katholisch. Da bin ich lange hin gegangen, auch ohne getauft zu sein. Taufe mit 20: Evangelisch. Das war schon gut, da habe ich viel mitgenommen – und war dann ja auch 12 Jahre im kirchlichen Dienst. Aber echte HEIMAT wurde es mir nicht. Heimatgefühle habe ich am ehesten noch, wenn ich mich mit ebenfalls nicht wirklich beheimateten Mitchristen über Glaubens- und Lebensfragen austauschen kann. Nun bin ich Alt-Katholisch. Ich erlebe (in der kurzen Zeit, die ich jetzt drin bin) die alt-katholische Kirche als eine Art Sammelbecken für sehr viele „gestrandete“ Gestalten wie mich. (Abgesehen von den eher wenigen, die von Geburt an alt-katholisch waren, aber die haben wir hier vor Ort soweit ich weiß gar nicht). Ist es nun gut oder schlecht so? Es ist einfach wie es ist. Auch Jesus hatte keine echte geistliche Heimat, seine innere Heimat war bei Gott. Vielleicht liegt auch ein Segen darin, zu erkennen, dass menschliche Institutionen immer vorläufig sind und die eigentliche Kirche keine menschliche Institution ist, sondern die alle Generationen umspannende Gemeinde der Heiligen, gleich welches Etikett an der Kirchentür pappt oder ob es überhaupt eine Kirchentür gibt. Trotzdem halte ich mich nun zur alt-katholischen Kirche. Und wenn bei uns keine Messe ist (wir leben hier in einer extremen Diaspora), dann „wandere“ ich eben. Römisch-katholisch, evangelisch, freikirchlich…Beten kann man überall.
Weihrausch und Gnadenvergiftung
„Warum denn das jetzt schon wieder?“ Diese Frage begegnet mir in der letzten Zeit in unterschiedlichen Formulierungen immer wieder. Daraus spricht Unverständnis, Sorge, Irritation und Überraschung über meinen Weg in die Hochkirchliche St. Johannes-Bruderschaft, die ich gut nachvollziehen kann. (Und ehrlich gesagt schätze ich die Aufrichtigkeit dahinter sehr).
Nachdem ich nach 17 Jahren in Freikirchen im Jahr 2005 wieder in die kath. Kirche zurückgekehrt bin, kann ich die Befürchtung nachvollziehen, dass sich da eventuell der nächste Konfessionswechsel anbahnen könnte. Nein, er bahnt sich nicht an! Ich habe – und behalte – meine Verortung in der kath. Kirche. Das hat aber noch nie bedeutet, dass ich alle anderen Prägungen wegschieben würde. Sie sind Teil des Weges, den Gott mit mir gegangen ist.
Die Trennungen und Spaltungen in der Christenheit sind für mich nicht nur theoretisch eine offene Wunde. Es wäre einfacher, diese Spannung in Richtung Beliebigkeit einerseits oder Selbstgenügsamkeit andererseits…
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